Eine Reportage über die Möglichkeit, in Viernheim ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren

 

Pressemitteilung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Kreisverband Bergstraße

 

Helfen im Takt der Bedürfnisse

Beobachtungen aus einem Tag im Freiwilligen Sozialen Jahr bei den Johannitern

 

Christians Arbeitstag beginnt heute wieder einmal früh. Es ist viertel vor sechs und noch dunkel in Viernheim. Und es regnet. Die meisten seiner ehemaligen Schulfreunde liegen wahrscheinlich noch ein paar Stunden im Bett, bevor sie aufstehen. Doch Christian ist schon hellwach. Wie jeden Tag holt er als erstes den Schlüssel für den Dienstwagen und seinen Arbeitsplan in der Einsatzzentrale der Johanniter in Viernheim ab. Ein kurzer Blick genügt, und er weiß: Es gibt viel zu tun, langweilig wird ihm bestimmt nicht.

 

Christian Böttcher ist 22 Jahre alt und macht gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei den Jo-hannitern in Viernheim. Auf Langeweile konnte er schon immer verzichten. Nach der Schule absolvierte er eine Lehre als Koch, die er 2004 erfolgreich abschließen konnte. Nun stand er vor der Entscheidung, wie und wo er seinen Wehr- oder Ersatzdienst ableisten möchte.

 

Unter den vielen Möglichkeiten, die angeboten werden, entschied er sich letztlich für ein FSJ, das seit einiger Zeit als Ersatz für den Zivildienst anerkannt wird.

 

Seinen ersten Termin hat er heute bei Markus. Markus ist etwa im gleichen Alter wie Christian und aufgrund seiner schweren Behinderung auf den Rollstuhl und noch viel mehr auf die besondere Hilfe und Unterstützung seiner Mitmenschen angewiesen. Die Besuche bei Markus waren für Christian zu Beginn seiner Tätigkeit eine große Herausforderung, erzählt er auf der Fahrt. Jemanden im selben Alter zu waschen, aus- und anzuziehen, war "irgendwie komisch". Doch im Laufe der mittlerweile neun Monate, die er im "Mobilen Sozialen Hilfsdienst" der Johanniter tätig ist, wurde der Umgang damit für ihn mehr und mehr zur Normalität.

 

Wie jeden Morgen öffnet die Mutter von Markus die Tür. Beide warten schon auf Christian, denn in einer halben Stunde fährt der Bus zur Werkstatt für behinderte Menschen, den Markus jeden morgen nimmt. Was nun passiert, ist für alle drei Routine: Ausziehen, Körperpflege, anziehen und in den Rollstuhl heben. Währenddessen erzählt Markus' Mutter vom letzten Familien-Urlaub.

 

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